Ein mit EP400/3 gekennzeichneter Riemen mit 4+2 mm Deckschicht ist kein 6 mm starker Riemen. Die Deckschichtdicke beträgt zwar insgesamt 6 mm, aber die Gewebekarkasse und die Zwischenlagen aus Gummi tragen ebenfalls zur Dicke bei. Ein einzelner Riemen kann eine Gesamtdicke von ca. 9 mm aufweisen, während ein anderer Riemen mit derselben Nennfestigkeit aufgrund unterschiedlicher Karkassenkonstruktion abweichen kann.
Hier liegt oft das Problem beim Angebotsvergleich. Ein Lieferant gibt die Gesamtdicke des Förderbandes an, ein anderer die obere und untere Deckschicht. Ein dritter nennt lediglich die Anzahl der Lagen. Die Zahlen scheinen zwar zusammenzuhängen, beschreiben aber unterschiedliche Teile des Bandes.
Die Dicke sollte als Ergebnis der Bandkonstruktion und nicht als primäres Ziel betrachtet werden. Eine sinnvolle Spezifikation für Gummiförderbänder berücksichtigt Material, Stoßbelastung, Spannung, Rollendurchmesser, Verbindungsstellen und Umgebungsbedingungen.
Ein herkömmliches, textilverstärktes Gummiförderband besteht im Wesentlichen aus drei Dickenkomponenten: der Deckschicht, der Karkasse und der Bodenschicht. Die Karkasse selbst setzt sich aus Gewebelagen und einer Gummischicht oder Zwischenlagengummi zusammen. Die Gesamtdicke ergibt sich daher nicht allein aus den Deckschichten.
Riemenabschnitt | Hauptjob | Wie es die Dicke beeinflusst |
Deckel | Schützt den Schlachtkörper vor dem transportierten Material | Üblicherweise die größte Verschleißzugabe bei Förderbändern für Schüttgut |
Gewebekarkasse und Magergummi | Überträgt Spannung, stützt Lasten, kontrolliert die Dehnung | Änderungen hängen von der Stoffart, der Festigkeit, der Lagenanzahl und der Zwischenlagenkonstruktion ab. |
Bodenabdeckung | Schützt das Gehäuse an Riemenscheiben, Spannrollen und der Rücklaufseite | Üblicherweise dünner als die obere Abdeckung, aber dennoch anwendungsspezifisch |
Die Gesamtdicke des Förderbandes entspricht der Dicke der Deckschicht, der Karkasse und der Bodenschicht. Die Karkassendicke ist nicht durch die Festigkeitsnorm vorgegeben: Eine kompakte Hochleistungskonstruktion kann mit weniger Lagen auskommen und dünner sein als ein herkömmliches Förderband mit gleicher Nennleistung.
ISO 14890:2026 behandelt gummi- oder kunststoffummantelte Förderbänder aus Textilgewebe für allgemeine Oberflächenanwendungen. Stahlseilbänder fallen unter die Normenreihe ISO 15236, und ISO 7590 beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung der Gesamt- und Ummantelungsdicke von Stahlseilbändern. Diese Normen helfen bei der Definition von Messung und Konstruktion, geben dem Käufer jedoch keine Auskunft darüber, welche Dicke für eine bestimmte Anlage geeignet ist.
Eine Bezeichnung wie EP400/3 4+2 enthält mehrere Entscheidungen in einer kurzen Zeile. Sie sollte nicht als eine einzige Dickenangabe gelesen werden.
Markierung | Was es normalerweise anzeigt | Was noch der Bestätigung bedarf |
EP | Gewebekonstruktion aus Polyesterkette und Polyamid/Nylon-Schuss | Tatsächliche Stoffqualität und Hersteller |
400 | Nennzugfestigkeit über die gesamte Dicke von 400 N/mm Bandbreite | Erforderliche Betriebsspannung und Sicherheitsfaktor |
/3 | Drei Stofflagen | Schlachtkörperstärke, Futtertrog-Eigenschaften, Verbindungsstellen-Design |
4+2 | 4 mm obere Abdeckung und 2 mm untere Abdeckung | Tatsächliche Toleranzen und Gesamtdicke des Riemens |
Die Angabe „400“ bezieht sich normalerweise nicht auf 400 N/mm pro Lage. Sie beschreibt die Nennfestigkeit des gesamten Karkassengewebes über einen Millimeter Bandbreite. Die abschließende „3“ steht für die Anzahl der Gewebelagen. Diese Unterscheidung ist wichtig, da Käufer manchmal zusätzliche Lagen fordern, um einen Gürtel „fester“ zu machen, selbst wenn die geforderte Zugfestigkeit unverändert bleibt.
Mehr Lagen bedeuten nicht automatisch eine bessere Qualität. Zusätzliche Lagen oder eine höhere Zugfestigkeit erhöhen in der Regel die Karkassenstärke, die Bandmasse und die Biegesteifigkeit. Fenner Dunlop weist darauf hin, dass eine Erhöhung der Festigkeit oder der Lagenanzahl ohne Überprüfung des Förderers größere Rollendurchmesser erfordern und zusätzliche dynamische Spannungen, insbesondere an der Verbindungsstelle, verursachen kann. Moderne Karkassenkonstruktionen erreichen hohe Festigkeits- und Stoßfestigkeitswerte auch mit weniger Lagen, daher sollte die Lagenanzahl nicht als Qualitätsmerkmal herangezogen werden.
Die Deckschicht dient als Verschleißteil: Sie verschleißt, bevor die Karkasse freiliegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die dickste verfügbare Deckschicht immer die sicherste Wahl ist. Durch die Dicke kann mehr Gummi abgetragen werden; die Gummisorte bestimmt, wie das Material auf Abrieb, Schnitte, Hitze, Öl, Ozon oder Feuer reagiert.
Funktionszustand | Richtung der Oberseite | Welche Dicke kann nicht reparieren |
Feines bis mittelschweres Material mit kontrollierter Beladung | Moderate Deckungszulage | Fehlsteuerung, mangelhafte Reinigung, festsitzende Walzen |
Schleifsand, -stein oder -erz | Höhere Verschleißfestigkeit dank abriebfester Mischung | Zu hohe Fallhöhe oder eingeschlossenes Material |
Große, scharfe Klumpen | Schnitt- und stoßfestes Material; stärkere Karkasse oder Brecher erwägen. | Mangelhafte Rutschenkonstruktion und direkter Aufprall auf das ungestützte Förderband |
Heißer Schlacke, Koks oder Asche | Hitzebeständige Abdeckung, ausgewählt nach tatsächlicher Temperatur und Kontaktzeit | Verwendung einer Universalverbindung unter kontinuierlicher Hitze |
Öliges oder fettiges Material | Ölbeständige Mischung | Quellung aufgrund falscher Gummizusammensetzung |
Außendienst | Witterungs- und ozonbeständige Verbindung, wo erforderlich | Unsachgemäße Lagerung oder ständiges Abrieb an den Kanten |
Eine dicke Allzweck-Deckschicht kann auf Schlacke aushärten oder bei öliger Umgebung aufquellen. Bei abrasivem Umgang ist eine hochwertigere Deckschicht langlebiger als eine dickere, minderwertige. Achten Sie daher auf die Deckschichtqualität und -stärke.
Der untere Deckel transportiert kein Schüttgut und wird daher bei der Angebotserstellung oft zuerst abgezogen. Bei einem sauberen, stabilen Förderband kann dies sinnvoll sein. Ein Fehler kann es jedoch sein, wenn es auf der Rücklaufseite zu Materialrückständen, aggressiven Reinigungsmitteln, verschmutzten Rollen oder wiederholtem Kontakt mit beschädigten Tragrollen kommt.
Prüfen Sie die Belastung der Bodenabdeckung im Hinblick auf Riemenscheibenbelag, Zustand der Spannrolle, Materialrücklauf, Abstreifer und Rückbiegung. Vorzeitiger Verschleiß an der Unterseite kann das Karkassengehäuse freilegen, während die Oberseite noch brauchbar erscheint. Kombinationen wie 3+1,5 mm, 4+2 mm, 4,5+1,5 mm oder 6+2 mm sind Ausgangspunkte, keine allgemeingültigen Empfehlungen.
Bei jeder Umdrehung wird das Förderband samt seiner Verbindung um die Rollen gebogen. Ein dickeres oder festeres Karkassengewebe ist in der Regel weniger flexibel, sodass der minimal zulässige Rollendurchmesser größer sein kann. Dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum man die Spezifikationen eines anderen Förderbandes nicht einfach übernehmen sollte.
Fenner Dunlop weist darauf hin, dass eine höhere Festigkeit oder Lagenanzahl einen Riemen schwerer und weniger flexibel macht. Ohne geeignete Riemenscheibendurchmesser kann wiederholtes Biegen zu dynamischen Spannungen führen, insbesondere an der Verbindungsstelle. Hitzebeständige oder ölbeständige Konstruktionen erfordern unter Umständen auch größere Riemenscheiben.
Vor der Erhöhung der Riemenstärke müssen die Durchmesser der Antriebs-, Umlenk-, Biege-, Abstreif- und Spannrollen überprüft werden. Auch die Laufgenauigkeit und der Übergangsabstand sind zu prüfen. Ein Riemen kann zwar längsstabil, aber dennoch zu steif sein, um korrekt in der Umlenkrolle zu sitzen. Dies führt zu ungleichmäßigem Lauf und unzureichender Kantenunterstützung.
Zusätzliche Lagen können gerechtfertigt sein, wenn die Berechnungen des Riemens eine höhere Zugfestigkeit erfordern, die Lastverteilung über die Tragrollen unzureichend ist oder die Karkasse ein anderes Stoß- und Reißverhalten benötigt. Sie sollten nicht allein deshalb hinzugefügt werden, weil die alte Deckschicht abgenutzt ist.
Beobachtetes Problem | Würden mehr Lagen helfen? | Besser zuerst prüfen |
Die obere Abdeckung verschleißt schnell | Normalerweise nicht von allein | Abdeckungsmasse, Ladehöhe, Aufprallschutz, Reinigungsmittel |
Der Riemen dehnt sich über die Aufnahmekapazität hinaus. | Möglicherweise | Tatsächliche Zugfestigkeitsanforderung, Karkassentyp, Spannzustand |
Der Riemen hängt zwischen den Spannrollen stark durch. | Möglicherweise | Lastabstützungsberechnung, Bandbreite, Dichte, Tragrollenabstand |
Längsschnitte von eingeschlossenen Objekten | Nicht unbedingt | Rutsche/Schürzen, Brecherschicht, Reißschutz, Reinigung |
Spleißvorgang schlägt wiederholt fehl | Mehr Lagen können die Biegsamkeit verschlimmern. | Riemenscheibendurchmesser, Verbindungsmethode, Spannung, Ausrichtung |
Der Riemen läuft nicht richtig durch. | Normalerweise nicht | Karkassensteifigkeit, Lagenaufbau, Bandbreite, Übergangsanordnung |
Deshalb sollte das verschlissene Förderband vor dem Austausch der Spezifikationen geprüft werden. Beschränkt sich der Schaden auf die Abdeckung, muss das Problem an der Abdeckung oder am Förderband behoben werden. Dehnt sich das Förderband, reißt es oder versagt es unter berechneter Spannung, müssen Festigkeit und Konstruktion des Förderbandes überprüft werden.
Eine Angabe wie „9 mm Gurt“ ohne Unterscheidung zwischen Deck- und Karkassenmaterial ist missverständlich. Bitte klären Sie, ob es sich um die nominelle Gesamtdicke handelt, welche Toleranz gilt und wie die einzelnen Deckschichten gemessen werden. Bei Stahlseilgurten mit Bruchriegeln geben Sie bitte außerdem an, ob der Bruchriegel zum Deck- oder Karkassenmaterial gezählt wird.
Das technische Datenblatt sollte beide Deckschichten, die Tragfähigkeit des Karkassengewebes bzw. der Kordschnur, die nominelle Gesamtdicke, das Riemengewicht und die empfohlenen Rollendurchmesser angeben. Die Gesamtdicke allein gibt den nutzbaren Bereich des Riemens nicht an.
Informationen bereitzustellen | Beispiel | Warum es wichtig ist |
Aktuelle Gürtelbezeichnung | EP400/3 4+2 DIN-Y | Zeigt den vorhandenen Korpus und die Bedeckungen |
Gemessene Gesamtdicke | 9 mm im ungetragenen Bereich | Hilft beim Vergleich von Nenn- und Ist-Messwerten |
Material- und Klumpengröße | Kalkstein, maximal 120 mm | Leitfäden zu Stoßfestigkeit, Abriebfestigkeit und Auswahl des Bezugs |
Ladezustand | 1,2 m Fallhöhe auf Aufprallbett | Erklärt die Nachfrage nach Deckfleisch und Schlachtkörpern |
Förderbanddaten | Breite, Länge, Geschwindigkeit, Kapazität, Winkel | Berechnung der Stützriemen |
Riemenscheibendurchmesser | Antrieb, Heck, Biegung, Stupsnase | Prüft Flexibilität und Eignung der Spleißverbindung |
Aktuelle Ausfallmarken | Oberflächenverschleiß, Kantenbeschädigung, Delamination | Verhindert das falsche Upgrade |
Umfeld | Im Freien, nass, heiß, ölig, Brandgefahr | Bestimmt Spezialverbindung |
Spleiß- und Versorgungsform | Heißverbindung, offene Rolle, endlos | Beeinflusst Messgerät und Installation |
Messen Sie bei Ersatzbestellungen eine unverschleißte Stelle und nicht die Mitte einer stark beanspruchten Lauffläche. Fotografieren Sie die Kante des Gurtes, sodass die Lagen und die Deckschichten erkennbar sind. Geben Sie die alte Markierung, die Anordnung der Rollen, den Belastungspunkt und die beschädigte Stelle an. Diese Angaben helfen dem Lieferanten festzustellen, ob die alte Dicke korrekt war oder nur eine Gewohnheit.
Bei einem herkömmlichen Textilförderband setzt sich die Gesamtdicke aus der Deckschicht, der kompletten Karkasse aus Gewebe und Gummibeschichtung sowie der Bodenschicht zusammen. Angaben zur Deckschichtdicke, wie z. B. 4+2 mm, schließen die Karkasse nicht ein.
EP kennzeichnet ein Gewebe aus Polyesterkette und Polyamidschuss. Die Zahl 400 gibt im Allgemeinen eine nominelle Zugfestigkeit über die gesamte Dicke von 400 N/mm Bandbreite an, während /3 auf drei Gewebelagen hinweist.
Nur dann, wenn die zusätzliche Dicke dem eigentlichen Verschleißmechanismus Rechnung trägt. Ein dickerer Riemen mit der falschen Materialmischung kann trotzdem frühzeitig verschleißen, und zusätzliche Materialstärke kann zu Verbiegungen und Problemen mit den Riemenscheiben führen.
Die Lagenanzahl richtet sich nach der erforderlichen Zugfestigkeit, Tragfähigkeit, Flexibilität, dem Rollendurchmesser und der Verbindungskonstruktion. Es gibt keine allgemeingültige optimale Lagenanzahl für den Bergbau, die Zementindustrie, die Steinbruchindustrie oder andere Branchen.
Üblicherweise liegt dies daran, dass die obere Abdeckung mit dem Fördergut in Berührung kommt. Die untere Abdeckung benötigt möglicherweise zusätzlichen Schutz, wenn Materialrückstände, verschmutzte Rollen, Reinigungsvorrichtungen oder starker Verschleiß auf der Rücklaufseite auftreten.
Bestätigen Sie die Fehlerursache, die Riemenberechnung, die Deckmaterialzusammensetzung, die Karkassenkonstruktion, die Riemenscheibendurchmesser, die Übergangsabstände, die Spannweite, die Verbindungsmethode und die Dickentoleranzen des Lieferanten.
Die optimale Förderbanddicke lässt sich nicht allein durch eine Zahl bestimmen. Sie ergibt sich aus der Kombination von ausreichender Deckschicht zum Schutz des Trägermaterials, ausreichender Tragfähigkeit des Trägermaterials für die berechnete Last und genügend Flexibilität für den reibungslosen Ablauf auf dem Förderband. Bitten Sie Ihre Lieferanten, in jedem Angebot die Gesamtdicke, die Deckschichtstärke und den Lagenaufbau separat anzugeben. Sobald diese Werte mit dem Material, den Rollen, der Belastungszone und der bisherigen Schadenshistorie verknüpft sind, wird die Dicke zu einer aussagekräftigen technischen Spezifikation und nicht mehr zu einer Schätzung.
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